Deutschtagung – Leseförderung und Textverstehen in der Primarschule

Datum:

24.10.2020

Zeit:

09:15–15.30

Ort:

Kultur- und Kongresshaus Aarau
Schlossplatz 9
5000 Aarau

Link Lageplan

«Schiller? Doch nicht in der Primarschule!», denken Sie vielleicht. Und haben natürlich Recht. Um Freude an Literatur zu entwickeln, müssen Kinder altersgerechte Texte lesen und verstehen können. Textverstehen ist zudem elementar für den schulischen Erfolg in fast allen Fächern – und nicht einfach zu vermitteln. An unserer Deutschtagung erhalten Sie Inputs von Expertinnen und Experten sowie praktische Tipps und frische Ideen, wie Sie in Ihrem Unterricht die Freude am Lesen wecken. Damit Ihre Schülerinnen und Schüler später auch anspruchsvolle Literatur lesen können und schillernde Wortspiele verstehen.

Programm
8.30 bis 9.15 Uhr Eintreffen der Teilnehmenden, Kaffee und Gipfeli
9.15 bis 10.15 Uhr Eröffnungsreferat mit Prof. Dr. Thomas Lindauer und Prof. Dr. Werner Senn
10.30 bis 12.00 Uhr Workshops
12.00 bis 13.15 Uhr Stehlunch, Lehrmittelausstellung
13.15 bis 13.45 Uhr Kabarettist Jan Rutishauser
14.00 bis 15.30 Uhr Workshops
15.30 bis 16.30 Uhr Apéro, Lehrmittelausstellung

Die Platzzahl ist beschränkt. Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Für die Teilnahmegebühr von Fr. 45.00 senden wir Ihnen nach der Anmeldung eine Rechnung.


Für die Veranstaltung anmelden

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10:30
bis
12:00 Uhr   
14:00
bis
15:30 Uhr   

Workshop 1 – Das lesefreundliche Klassenzimmer

Josy Jurt Betschart, Dozentin Sprache Pädagogische Hochschule Luzern

Die hohen Ansprüche an die Lesekompetenz können nur eingelöst werden, wenn die Lernenden gut und gerne lesen – dafür muss das Klassenzimmer den Raum bieten! Lesen heisst ursprünglich: auswählend sammeln, an sich nehmen. Diese Tätigkeiten machen Freude mit Sachen, die gefallen und bei denen der Aufwand sich auszahlt. So ist es wichtig, im Unterricht zu zeigen, dass Lesen sich lohnt: Im Workshop wird dargelegt und diskutiert, wie das Schulzimmer als Leseraum attraktiv wird, wie Lesen angeregt und gepflegt werden kann und wie die Schule mit einem Lesekonzept eine Lesekultur aufbaut.


Workshop 2 – DaZ in der Praxis

Katharina Maurer, Primarlehrerin, DaZ-Lehrerin, Lehrmittelautorin

Wir alle wissen um die Herausforderung, wenn Kinder mit Deutsch als Zweitsprache mit meist begrenzterem Wortschatz dem regulären Deutschunterricht zu folgen versuchen. DaZ- Lehrpersonen können diese jedoch nur eine begrenzte Anzahl Lektionen begleiten. Was ist mit der übrigen Zeit? In diesem Workshop setzen wir uns mit verschiedenen Wegen auseinander, diesen Kindern eine erfolgreichere Teilnahme am Regelunterricht zu ermöglichen, ohne dass der Aufwand für die Lehrperson explodiert. Dabei wird ein besonderer Fokus auf der Leseförderung liegen. Ausserdem werfen wir einen Blick auf die Chancen, welche die Mehrsprachigkeit der DaZ-Kinder bietet.

 ausgebucht

Workshop 3 – Vorlesen – Orte, Arten, Sprachen

Barbara Jakob, lic.phil., und Christine Tresch, lic.phil., Mitarbeiterinnen Literale Förderung SIKJM

Vorlesen trägt viel zur Sprachentwicklung, zu Vorstellungsvermögen und Konzentration, aber auch zur Empathiebildung bei. Der Workshop setzt sich mit verschiedenen Arten des Vorlesens und der Gestaltung von Vorlesesituationen im Unterricht auseinander. Wann bietet sich klassisches, wann eher dialogisches Vorlesen an? Welche Hilfsmittel und Settings sind hilfreich? Welche Bücher und Geschichten eignen sich besonders? Was bringen Hörbücher?


Workshop 4 – Lesen über die Fachgrenzen hinaus

Dr. Miriam Dittmar, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum Lesen, Pädagogische Hochschule FHNW

Sprachkompetenzen sind nicht nur im Fach Deutsch von Bedeutung: Sprache ist Lernmedium und -werkzeug und damit in jedem Unterrichtsfach von Wichtigkeit. Im Workshop wird gezeigt, welche sprachlichen Anforderungen beim Lesen in den Fächern (an den Beispielen Mathe und NMG) entstehen und wie lesebedingte Lernprozesse so zu strukturieren sind, dass die Lernenden sowohl ihre Fach-, aber auch ihre Lesekompetenzen ausbauen können.


Workshop 5 – Mit Kindern auf dem Weg zur Schrift

Prof. Dr. Erika Brinkmann war bis 2017 Professorin für das Fachgebiet «Deutsche Sprache, Literatur und ihre Didaktik» an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Sie ist Mitglied im Bundesvorstand des Grundschulverbands und gibt das Lehrwerk «ABC-Lernlandschaft» heraus.

Am Schulanfang unterscheidet sich der Entwicklungsstand der Kinder um mehrere Jahre. Deshalb muss der Unterricht so offen angelegt sein, dass jedes Kind seinen individuellen nächsten Schritt tun kann – und so strukturiert, dass für alle Kinder erfolgreiches Lernen im gemeinsamen Unterricht möglich wird, indem sie: von Anfang an eigene Texte schreiben können, Modelle zum richtigen Schreiben erhalten, selbst gewählte Bücher und eigene Texte lesen und regelmässig in der Lerngruppe vorstellen und besprechen sowie die eigene Leistung selbstständig in den Blick nehmen und dokumentieren.


 


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